Meinungen:
Christoph

„Autokauf auf angenehme Art! Ralf hat sich viel Zeit genommen und mir mit einer Vielzahl an Hintergrundinformationen und technischen Details einen passenden Einstieg in die Caterham Welt geschaffen.“
Das sagen die Käufer:
Matthias

„Durch Zufall bei Bekannten in einem Seven mitgefahren und begeistert ausgestiegen. Daraufhin haben wir einen heißen Samstag zur Beratung und Probefahrt bei Ralf verbracht. Seitdem sind wir mit unendlich viel Spaß in unserem eigenen Seven unterwegs, der alles was Ralf versprochen hat hält. Ich würde sofort wieder bei der AM einkaufen gehen.“
Restauration
Lotus/Caterham Restauration "Scheunenfund"
Angeblich gibt es ja keinen sogenannten "Scheunenfunde" mehr, also Fahrzeuge, die über viele Jahrzehnte vergessen irgendwie in einer Ecke, vornhemlich Scheune, standen und irgendwann einmal mehr oder weniger behutsam exhumiert werden. So ist das aus hiesiger Erfahrung nicht richtig; es gibt sie sehr wohl noch. Nur noch sehr, sehr vereinzelt, zugegeben. Vor allem aber zu exorbitant unverschämten Preisen – in Zeiten des Internets kann sich jeder Laie irgendwie vermeindlich zusammenrecherchieren, was er da glaubt vor sich zu haben. Und das ist meist auch die Problembasis: Denn es wird da von völlig falschen Voraussetzungen ausgegangen. Das Ganze garniert mit einigen Schlaumi-Schlümpfen, die das Super-Schnäppchen wittern und schon ist der angepeilte Verkaufspreis-Irrsinn perfekt.
Hier nun steht ein solchen "Scheunenfund". Ausgegraben von einem "ambitionierten Hobbybastler", der der Meinung war, den Super-Schnapper getan zu haben. So fing dieser (wie so oft) mit völlig zunächst belanglosen Dingen, wie die Scheinwerferverkabelung etc. an. Um es vorweg zu nehmen: Diese ganzen "Basteleien" müssen im Zuge der Restauration leider wieder vollständig entfernt und durch eine fach- und sachgerechte Installation ersetzt werden. An die wirklichen Problemzonen traute man sich offenbar (noch?) nicht heran. Irgendwann kam dann aber vermutlich doch die Erkenntnis, dass es hier mit ein paar Kabeln und etwas Politur wohl nicht getan sei, zumal man nicht einmal den Motor zum Laufen brachte.
Am Ende dieses Textes gibt es eine grobe Kostenaufstellung, sozusagen als Anhaltspunkt für Interessenten, die ein solches Projekt in Angriff nehmen wollen, um ein ähnliches Fiasko zu vermeiden.
Um es nun aber kurz zu machen: Das gesamte Ausmaß der notwendigen Arbeiten, das war klar, würde sich erst nach einer zumindest Teilzerlegung zeigen. Aber: Think Positive! Bei dem Kleinen handelt es sich um einen "GT", das war seinerzeit sozusagen die Basisversion. Angesichts schon bei Lotus und später auch bei Caterham angebotenen Upgrade-Kits wurden diese im Laufe der Jahre alle irgendwie um- bzw. aufgerüstet. Und so kommt es, dass heute kaum noch GTs zu finden sind. Bei Vollrestaurationen werden sogar zum Supersprint aufgerüstete Cattys wieder in GT-Spezifikation aufgebaut, wenn sie lt. Papieren solche sind. Verrückt ...
Es wurde also mit der Zerlegung begonnen. Wie auf den Bildern unschwer zu erkennen, erstreckte sich diese am Ende bis zu einer nahezu Totalzerlegung und offenbarte folgendes Bild: Sämtliche Fahrwerksgummis rundum nur noch partiell vorhanden und in Auflösung, Achse vorne ausgeschlagen/Rost, Lenkung ausgeschlagen, Verkabelung porös, in weiten Teilen zahlreiche "Nachrüstungen", Überbrückungen und Flickstellen, Instrumente nur noch teilbetriebsfähig, Innenausstattung überholungsbedürftig, stark verschlissen, Bremsanlage dringend komplett überholungsbedürftig, Leitungen und gesamte Mechanik zu überholen/ersetzen, Aussenhaut stark in Mitleidenschaft gezogen, Kühlsystem mit Falschteilen zusammengebastelt und last not least: Motor auf Z1 und Z4 wenig, auf Z2 und Z3 fast gar keine Kompression -> muss zur Überholung.
Dies bedeutet also, dass das Fahrzeug nun doch noch weiter zerlegt werden muss und eine Zwangspause wegen der nötigen Motorrevision durch einen Fachbetrieb folgt.
Nach der Zerlegung des Motors offenbarte sich weiter, dass der Zylinderkopf massiv „bearbeitet” wurde; offensichtlich versuchte man sich an einer Art Tuning, baute andere Ventile ein, die nicht passten und vermutlich deshalb eine, na sagen wir mal „hemdsärmelige” Bearbitung von Vetilsitzen etc. nach sich zog. Kurzum: Das das überhaupt noch lief, zeigt, wie robust die alten Kent-Motoren wohl sind. Nachdem der Kopf komplett überarbeitet und der Motor auch „untenherum” klar gemacht wurde, ist dieser nun wieder zusammengebaut.
Es wurden auch alle Fahrwerksteile zum Strahlen gegeben, bekamen eine Spritzverzinkung nebst neuen Chassislack und neue Lagerungen rundum. Die Bremsanlage wurde komplett erneuert; hier waren Leitungen teilweise so vergammelt, dass sie sich aus den Zylindern gar nicht mehr lösen ließen.
In der Zwischenzeit wird also der gesamte Body aufgearbeitet, die Instrumentierung und gesamte Verkabelung instandgesetzt, die Achsteile gestrahlt, neu beschichtet und mit neuen Gummis/Lagern versehen und neue Kotflügel für vorne und hinten angeschafft. Die Bestelliste für Groß- und Unmengen an Kleinteilen ist lang, sehr lang ...
Im Laufe der Restauration wird versucht, hier in Partien aktuelles Bildmaterial bereitzustellen. Die meisten benötigen Ersatzteile sind aus dem Lagerfundus des GDC verfügbar, jedoch kommen aufgrund der Überholungsbedürfigkeit von Komplexteilen wie Motor etc. Fremdfirmen ins Spiel. Je nach Lieferfristen der zuliefernden Fachbetriebe ist eine Fertigstellung bis Frühjahr 2026 geplant.
Update März 2026
Es ist vollbracht 🙂
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